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Rohrsanierung von innen bei Abwasserleitungen, Regenfallrohren und Lüftungsrohren

Lassen Sie uns mit den 5 besten Tipps bei bzw. gegen verstopfte Abwasserrohre anfangen. Immer wieder werden wir nach diesen „Geheimrezepten“ gefragt. So schonen Sie Ihre Rohre. Anschließend erfahren Sie mehr über zerstörungsfreie Rohrsanierung von innen.

Abfluss verstopft: Die 5 besten Tipps

1. Tipp: Vorsicht mit Abflussreinigern, Rohrreinigern

Abfluss- bzw. Rohrreiniger können die Abwasserleitungen noch schneller zersetzten als Ihnen lieb ist. Abflussreiniger enthalten grundsätzlich stark ätzende, alkalische Substanzen. Sie sind auch verdünnt immer noch extrem ätzend (daher bitte Schutzbrille und laugenfeste Handschuhe anziehen).

Worauf beruht die Wirkung der Abflussreiniger?

Abflüsse sind am häufigsten durch Haare und fettige Ablagerungen verstopft (Dusche, Badewanne, Küche).

  • Abflussreiniger haben die Aufgabe, diese Pfropfen zu entfernen. Dabei zersetzen sie diese förmlich. Anmerkung: Die Fähigkeit der Laugen, Fette zu spalten, ist z. B. auch die Ursache für die Schädigung von Acrylglaswannen durch Abflussreiniger.
  • Beim Mischen von Abflussreinigern mit Wasser heizt sich das Gemisch auf. Dazu eine Geschichte: Ein Ehepaar füllte reichlich festen Abflussreiniger in den Auslauf einer Badewanne. Dann gossen sie Wasser darauf. Die Lösungswärme führte dazu, dass der Reiniger förmlich geschmolzen ist und den Abfluss endgültig lahmlegte. Da half nur eines: Literweise Salzsäure zugeben und vorsichtig neutralisieren. Die Eheleute hatten einen Tag zu tun…
  • Ja, Haare zersetzen sich in Laugen. (s. 1)
  • Abflussreiniger erzeugen Gase

Das in den Abfluss- und Rohrreinigern enthaltene Aluminium reagiert mit Natronlauge unter Gasbildung. Bei dieser Reaktion bilden sich beträchtliche Mengen an Wasserstoff! Die Gasbildung ist von den Mischern des Abflussreinigers gewollt: Denn die Gasbildung bewirkt eine Auflockerung des in Zersetzung befindlichen Fett/Haar-Pfropfens. Bleibt noch die Frage, warum man kein anderes Gas nimmt. Es gibt keines, das sich in solchen Mengen unter den Bedingungen des Abflussreiniger-Systems bildet.

Das Tückische beim Rohrreiniger ist, dass die gasbildende Reaktion zunächst gar nicht zu starten scheint. Deshalb wiegt sich der Nutzer in falscher Sicherheit. Die Reaktion beschleunigt sich aber immer stärker, wobei sie sogar außer Kontrolle geraten kann. Zusammen mit der Wärmeentwicklung können auf diese Weise Temperaturen von über 100°C erreicht werden. Hoher Druck ist die Folge.

Damit können Kunststoffleitungen schmelzen oder gar bersten. Nach abklingen der Hitze wird der nicht weggespülte Abflussreiniger (s. oben) fest wie Stein. Damit wäre dann genau das Gegenteil erreicht. Gerade in Schleppleitungen, wie sie z.B. vom Waschbecken oder der Dusche vorkommen, eine besondere Gefahr.

Bei Rohr- oder Abflussreiniger gilt daher definitiv: Weniger ist mehr! Deshalb sollte Sie wirklich den wichtigen Hinweis auf der Verpackung beherzigen: Abflussreiniger sind immer nur gering zu dosieren! Insbesondere bei Schleppleitungen.

2. Tipp: Hausmittel helfen

Sind die genannten Alternativen an Hausmitteln auch tatsächlich so wirkungsvoll wie deren chemische Äquivalente? Diese Frage lässt sich mit einem „Ja“ beantworten. Gerade Natron oder Backpulver in Verbindung mit Essig und heißem Wasser gehören zu den effektivsten Hausmitteln bei der Abflussreinigung. Die Verbindung hilft sogar mitunter einen verstopften Abfluss wieder zum Laufen zu bringen.

Dafür brauchen Sie lediglich 3 Esslöffel Natron oder Backpulver in den Abfluss zu geben, darauf eine Tasse Essig zu schütten und zum Abschluss mit ein bis zwei Liter heißem Wasser nachzuspülen. In vielen Fällen löst sich die Verstopfung bereits in weniger als einer halben Stunde.

Bei hartnäckigen Verstopfungen empfiehlt es sich, diese Mischung für längere Zeit oder am besten über Nacht wirken zu lassen. Nach dieser längeren Einwirkzeit sollten Ihre Abflüsse wieder verstopfungsfrei sein. Falls nicht, so können Sie mithilfe eines Pömpels, einer Rohrreinigungsspirale o. ä. die eventuell immer noch vorhandene Verstopfung versuchen zu lösen. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, denn der falsche Gebrauch solcher Hilfsmittel kann Dichtungen und Rohre beschädigen.

3. Tipp: Kaffeesatz als Abflussreiniger – nein

Abflüsse lassen sich auch besonders schonend mit etwas Spülmittel und heißem Wasser reinigen. Am besten Sie schütten einige Tropfen Spülmittel in ein bis zwei Liter heißen Wassers und gießen dies in den Abfluss. Sogar heißes Kartoffelwasser können Sie getrost den Abfluss hinunterspülen. Heißes (nicht kochendes) Wasser löst kleine Verstopfungen und wirkt vorbeugend.

Versuchen Sie jedoch besser nicht, Ihre Abflüsse mit Kaffeesatz zu reinigen. Kaffeepulver ist zwar effektiv, um üble Gerüche zu überdecken, aber nicht um Ihre Abflüsse zu reinigen. Der Kaffeesatz im Ausguss verbindet sich mit den übrigen bereits vorhandenen Ablagerungen und wird mit der Zeit hart wie Zement. Die natürliche Folge ist eine vollständige Rohrverstopfung. Hüten Sie sich also davor und kippen Sie Kaffeepulver in den Restmüll – wo er auch hingehört!

4. Tipp: Die Saugglocke – oder auch Pümpel / Pömpel

Am einfachsten und sehr effektiv lässt sich mit einer Saugglocke (umgangssprachlich auch Pümpel oder Pömpel) der Abfluss reinigen. Sie hilft auch, wenn die Toilette verstopft ist. Bevor Sie versuchen die Saugglocke anzusetzen, um den Abfluss zu reinigen, geben Sie etwa ein Glas warmes Wasser und etwas Seife in den Abfluss. Sofern ein Überlauf vorhanden ist, sollten Sie diesen beispielsweise mit einem nassen Lappen verschließen.

Versuchen Sie dann, den Abfluss mit der Saugglocke komplett abzudecken, so kann sie ihre volle Wirkung entfalten. Füllen Sie das Waschbecken oder die Wanne dann so weit mit Wasser auf, dass die rote Saugglocke bedeckt ist. Durch das schnelle Hochziehen bzw. Herunterdrücken des Holzgriffes können Sie im Abfluss eine Sogwirkung erzielen, die kaum ein anderes Gerät leisten kann. Je nach Verstopfungsgrad ist die Saugglocke (Pümpel bzw. Pömpel) in den meisten Fällen die beste Methode zum Abfluss reinigen. Falls die Verstopfung im Abfluss zu fest sitzt, müssen Sie wahrscheinlich den Siphon demontieren (lassen).

5. Tipp: Sieb in Abfluss legen und keine Fette in den Ausguss

Fette und Haare sind ein Hauptverursacher von Verstopfungen. Am besten, wir lassen diese, im wahrsten Sinne des Wortes außen vor. Ein Sieb im Abfluss hilft schon sehr gut gegen Haare und kleine Reste. Gegen Fett hilft, KEINE Fette in den Ausguss. Schnell mal eben die Pfanne mit Öl kurz unter heißem Wasser abwaschen. Nehmen Sie besser ein Papierwischtuch und wischen einmal kurz die Pfanne aus. Damit ist das meiste Fett schon weg.

Zerstörungsfreie Rohrsanierung von innen seit über 25 Jahren erfolgreich in Gebäuden

Sie fragen sich, warum diese Kombi aus Tipps und Rohrsanierung von innen? Als Profis für die zerstörungsfreie Rohrsanierung setzten wir uns täglich mit Abwasserrohren, Regenfallleitungen und Lüftungsrohren auseinander. Dabei sehen und erfahren wir eine ganze Menge.

Rohre (Abwasserrohre, Regenfallrohre, Trinkwasserleitungen, Heizungsrohre, Lüftungsrohre) nutzen sich ab. Langzeitstudien zeigen, dass bei Abwasserleitungen oder Regenfallrohren die Abnutzungsgrenze zw. 40 und 50 Jahren liegt (s. Bild). Ab diesem Alter steigt die Gefahr eines Rohrbruchs stark an. Wasserschäden sind die Folge.

Gerade bei innenliegenden Abwasserrohren, Regenfallrohren (Gebäudeentwässerung) oder Lüftungsrohren stellt sich die Frage, wie diese repariert oder saniert werden können, ohne dass die Wände aufgestemmt werden müssen.

Übersicht über eingesetzte zerstörungsfreie Verfahren

Nutzungzerstörungsfreies Verfahren
Abwasser, Regenwasser, Lüftung

  • Kunststoffspritzguss (Spray-Verfahren, Relining)

  • Inliner (Druck, Dampf, Licht)

Kaltwasser / Trinkwasser

  • Molchen

Warmwasser (Heizung, Fußbodenheizung)

  • Molchen

Haus-Gasleitungen

  • Molchen mit anschließender Abdichtung der Verbindungen (nicht der gesamten Rohrleitung)

  • Parabolic-Abdichtverfahren der Verbindungen

Für Schmutzwasserleitungen wurde vor über 25 Jahren, vor allem in Skandinavien, das sogenannte Spray-Verfahren oder Relining-Verfahren entwickelt. Hintergrund war der Bauboom in den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts. Millionen neue Wohnungen wurden in dieser Zeit gebaut. Dadurch stieg der Sanierungsbedarf stark an. Zumal zu dieser Zeit der Bauqualität nicht die oberste Priorität eingeräumt wurde. Für den anschließenden (bereits in den 90er Jahren) gigantischen Sanierungsbedarf wurde nach Lösungen gesucht. Findige Entwickler hatten die Idee, neue Rohre aus glasfaserverstärktem Polyesterharz (GFK) in die alten Rohre einzusprühen: ein Rohr-in-Rohr System. So blieben Wände, Fußböden und Rohre einfach wo sie sind: aufwändige Stemm- und Renovierungsarbeiten entfielen.

Heute werden vor allem Epoxidharze oder PU-Harze eingesetzt. Mit diesem Spray- bzw. Relining Verfahren besteht die Möglichkeit, das gesamte Abwasser- und Regenwassersystem im Gebäude zerstörungsfrei und bei laufendem Betrieb zu sanieren: langlebig wie kostengünstig. Wir haben die Erfahrungs gemacht, dass dies auch bei Lüftungsrohren (Risse, Korrosionsschutz, Geruchsabdichtung) sehr gut geeignet ist.

Saniro Rohrinnensanierung GmbH

Insterburger Straße 15a – 17
28207 Bremen

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